Das Wachstum

Immer mehr Betriebe schufen immer mehr Arbeitsplätze, die ihrerseits wieder Neubürger anzogen; Grund- und Realschule (1954-56), ein Schwimmbad (1955), der Friedhof (1955), ein Fußballstadion (1960) und eine Turnhalle (1961) mussten her.
Das Gemeindewesen entwickelte sich in atemberaubenden Tempo und bereits im Juni 1960 erhielt Waldkraiburg mit 8.703 Einwohnern Stadtrechte; seit 1963 ist Waldkraiburg die größte Kommune im Landkreis Mühldorf. Gleichzeitig entdeckten die durch den Mauerbau verunsicherten Berliner die Stadt als Zweit- und Alterssitz und sorgten für weiteren Zuzug; 1974 lebten in Waldkraiburg ebenso viele Berliner, wie Bayern! Die Stadt platzte aus allen Nähten, erweiterte 1962 das Gemeindegebiet um zugekaufte 179 ha Grund und baute 1972 ein großzügiges und modernes Rathaus im gleichzeitig neu gestalteten Stadtzentrum. 1974 und 1976 wurden die alteingesessenen Umgebungsgemeinden Pürten und Fraham eingemeindet. Ab Anfang der 70er Jahre und verstärkt nach 1978 erfuhr Waldkraiburg zusätzlichen Zuzug deutscher Aussiedler insbesondere aus Rumänien und der ehemaligen Sowjetunion; nicht nur Deutschstämmige, sondern auch Menschen fremder Nationalität und Kultur aus über 60 Nationen fanden über die Jahre hinweg in Waldkraiburg neue Heimat, Arbeit und Brot und bereicherten die städtische Vielfalt.